Caroline Steffen und Ronnie Schildknecht waren sehr zufrieden mit ihren Leistungen in Rapperswil - aus unterschiedlichen Gründen.
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| Caroline Steffen |
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| Ronnie Schildknecht |
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| photos by Markus Steinhauser |
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Am Sonntag ging Caroline Steffen in Rapperswil-Jona als klare Siegerin waus dem Wettkampf hervor. Nach den beiden Ironman 70.3 Wettkämpfenin Geelong (Au) und Singapur kann sie damit ihren dritten Sieg über diese Distanz in diesem Jahr feiern.
Dabei war das Rennen nicht nur in sportlicher Hinsicht ein wichtiger Erfolg für die Athletin mit Schweiz-Italienischer Doppelstaatsbürgerschaft. Nachdem sich Steffen Anfang 2009 dazu entschloss, zu ihrem Lebensgefährten David Dellow, ebenfalls Pro Triathlet, nach Australien zu ziehen, setzte sie alles auf eine Karte um sich dort als Vollprofi ganz auf den Sport zu konzentrieren. Dabei sei ihr diese Entscheidung nicht leicht gefallen, erklärt Steffen. Vor allem ihrer Familie sei es schwer gefallen diesen grossen Schritt nachzuvollziehen. Deshalb mass sie dem Sieg am Sonntag auch privat einen grossen Stellenwert zu, denn ihre Familie hatte dabei die Gelegenheit sie vor Ort anzufeuern und konnte so sehen, dass sich das Training in Australien ausgezahlt hat.
Aber auch vor ihrem endgültigen Wechsel zum Triathlon kann Steffen auf eine erfolgreiche sportliche Karriere zurück blicken. Zehn Jahre lang war sie Teil Nationalmannschaft im Schwimmen und nahm erfolgreich an Europa- und Weltmeisterschaften teil. Nach einer längeren sportlichen Pause, in der sie unter anderem durch Australien reiste, zog es Steffen wieder zurück zum Sport. Sie wurde unter anderem Mitglied der Nationalmannschaft im Radfahren, bevor sie schliesslich zum Triathlon kam. Auch hier ist sie seit 2009 Mitglied der Nati und startet für das internationale, in Asien gegründete, TBB Team.
Als nächster grosser Wettkampf steht für Steffen am 04. Juli der Ironman Germany in Frankfurt (European Champinship) an. In Bezug auf Hawaii gibt sie sich allerdings noch vorsichtig: "Falls es dieses Jahr nicht klappt, dann versuche ich es eben im Nächsten". Bis dahin wird sie am Ende dieser Saison erstmal wieder zurück nach Australien gehen, um wie sie so schön sagt von Sommer zu Sommer zu hüpfen.
Auch für Ronnie Schildknecht, dem Zweitplatzierten vom Sonntag, steht mit dem Ironman Zürich am 25. Juli ein weiteres wichtiges Rennen an. Als Gewinner der letzten drei Jahre wird er dort, genau wie in Rapperswil-Jona am Sonntag, zu den Top Favoriten zählen.
Obwohl Schildknecht beim Ironman 70.3 nicht als Sieger hervor ging war er doch sehr zufrieden mit seiner Leistung. So schreibt er auf seiner Website: "Ich war zwar "nur" Zweiter, aber diesen zweiten Platz hatte ich mir mehr erkämpfen müssen als meine letzten drei Siege". So plagten ihn in der zweiten Laufrunde Krämpfe in beiden Oberschenkeln und auch beim Radfahren waren die Beine nicht so, wie sie hätten sein müssen.
Sein Strahlen beim Zieleinlauf sowie die lockere Art bei der anschliessenden Pressekonferenz zeugten ebenfalls von seiner Zufriedenheit. Die Überlegenheit des amtierenden Weltmeisters Michael Raelert erkannte Schildknecht demnach neidlos an, blieb er selbst doch nur eine Sekunde über seinem eigenen Streckenrekord. Und schliesslich fügte er mit einem Lächeln hinzu: "Wenn Michael nicht gewesen wäre, hätte ich gewonnen". (Markus Steinhauser)