In einem turbulenten Rennen setzt sich Marc Pschebizin zum 8. Mal durch. Bei den Frauen gewinnt Nina Brenn.
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| Die strahlenden Sieger bei den Männern von links nach rechts, Andreas Wolpert, Marc Pschebizin und Mike Schifferle. |
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| photo by Salomon Schneider |
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| Die Siegerin Nina Brenn kämpft sich auf dem Mountainbike durch den Nebel. |
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| photo by Salomon Schneider |
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| Die beiden Führenden und späteren Sieger hatten sich während grossen Teilen des Rennens im Auge. |
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| photo by Salomon Schneider |
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Ein vor allem vom nebligen Wetter gezeichneter Inferno wurde zur Kraft- und Nervenprobe für alle Athleten. Marc Pschebizin bei den Männern und Nina Brenn bei den Frauen, heissen die strahlenden Sieger des Inferno 2009.
Der Inferno Triathlon rund um Mürren setzt sich in zahlreichen Punkten von anderen Triathlon Wettkämpfen ab. Der Begriff Triathlon wird hier etwas anders interpretiert. Denn ein Fahrrad kann ein Rennrad oder ein Mountainbike sein. Deshalb wird hier nach 97km Rennrad kurzerhand auf das Mountainbike umgesattelt. Doch das spezielle Flair des Inferno wird schon viel früher geprägt. Es gibt den Inferno Triathlon und die Inferno Team Trophy, eine Staffel. Am Abend zuvor ist Thun schon durch und durch mit Athleten übersät. Meistens sitzen sie in kleinen Gruppen in Restaurants und diskutieren, manche trinken auch ein Glas Wein. Die unglaublich entspannte Atmosphäre lässt es erahnen. Gewinnen ist bei diesem Wettkampf nicht die Hauptsache.
Auch logistisch verlangt der Inferno den Athleten einiges ab. Anstatt in einer zentralen Wechselzone, müssen die Athleten Tags zuvor in drei Wechselzonen einchecken und nach dem Wettkampf wieder auschecken. Bei 5‘500 Höhenmetern die es zu überwinden gilt, ist auch die Frage nach der richtigen Kleidung eminent wichtig.
Das Wetter spielte den Athleten dieses Jahr einen Streich. Punkt 06:30 Uhr erklang der Startschuss zur Thunerseeüberquerung. Ein 21 Grad warmer See und kühle Luft und Regen draussen, machten den Sprung ins kühle Nass denn auch angenehm. Der See hatte eine relativ starke Strömung, von der sich so mancher Athlet etwas mitreissen liess. Auf dem Rennrad zeigten die Favoriten dann erstmals ihre Zähne. Die beiden Deutschen Marc Pschebizin und Andreas Wolpert setzten sich an die Spitze und bauten Ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Sporadische Regengüsse und extrem dichter Nebel in den Höhenlagen machten für viele die Abfahrt zum Höllenritt. Andreas Wolpert kommentierte: „Es war extrem schlechte Sicht und dann ging beim Rennrad auch noch der Freilauf kaputt, also musste ich die ganze Abfahrt von der grossen Scheidegg mittreten.“
Bei den Frauen setzte sich die Zürcherin Nina Brenn schon früh ab und baute Ihren Vorsprung auf dem Rennrad auf über 23 Minuten aus. Die Forstingenieurin, die vor sechs Wochen schon den Gigathlon gewonnen hat, konnte auch auf dem Mountainbike beinahe den ganzen Vorsprung halten. Zum Schluss stand dann die Härteprobe an. Von Stechelberg ging es 2108 Höhenmeter bergauf, zum Ziel auf dem Schilthorn (2970 müM). Bei den Männern zeichnete sich ein Kampf ab. Die ersten fünf Athleten hatten gesamt nur fünf Minuten Abstand zueinander. Jeder Einbruch würde also hart bestraft werden. Wie schon acht Mal zuvor kam Marc Pschebizin am besten mit der Strecke zurecht. Er siegte vor Andreas Wolpert und Mike Schifferle. Bei den Frauen gewann Nina Brenn mit 16.55 Minuten Vorsprung vor Andrea Huser. Marc Pschebizin kommentierte das Rennen: „Es war extrem hart, ich hatte die Verfolger immer im Nacken und vor allem beim Aufstieg aufs Schilthorn hatte ich wegen der Höhe Sauerstoffprobleme.“ Andreas Wolpert ergänzte: „Es war ein tolles Rennen! Ich machte beim Aufstieg auf die grosse Scheidegg viel Druck, Marc konnte aber mithalten. Ich bin ein Athlet der bei Hitze besser in Fahrt kommt, deshalb konnte ich auch beim Laufen, meiner Paradedisziplin keinen Boden mehr gut machen.“ (Salomon Schneider)
Resultate
Inferno Triathlon 2009 (Thun - Schilthorn).
3.1 km Schwimmen, 97 km Rennrad, 30 km Mountainbike und 25 km Berglauf.
Männer:
1. Marc Pschebizin (De-Wittlich) 9:03.05.
2. Andreas Wolpert (De-Ellwangen) 4.52 zurück.
3. Mike Schifferle (Ballwil) 8.55.
4. Ramon Krebs (Steffisburg) 13.19.
5. Samuel Hürzeler (Därlingen) 21.09.
6. Markus Stierli (Kollbrunn) 22.39.
Frauen:
1. Nina Brenn (Zürich) 10:07.05.
2. Andrea Huser (Aeschlen ob Gunten) 16.54 zurück.
3. Barbara Bracher (Thun) 43.32.
4. Ariane Lüthi (Thun) 46.17.