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Vorschau Triathlon-WM Lausanne (Junioren, U23, Elite)

31.08.2006 von Raphael Hadorn

Am kommenden Samstag und Sonntag gilt es ernst. "Wir sind bereit", sagt Nationalcoach Iwan Schuwey.

Die ersten Wettkämpfe in Lausanne (Studenten-WM, Aquathlon-WM u.a.) sind bereits absolviert, doch so richtig ernst gilt es erst am kommenden Samstag und Sonntag, wenn es für die JuniorenInnen sowie die U23- und Elite-Athleten um Triathlon-WM-Gold geht.
19 Athletinnen und Athleten von Swiss Triathlon vertreten die Schweizer Farben. Medaillen sind bei gutem Rennverlauf möglich, dürfen aber nicht erwartet werden. "Ich denke die Mannschaft ist bereit, ich bin sicher die Mannschaft ist bereit", sagte Nationalcoach Iwan Schuwey heute Nachmittag vor zahlreichen Presseleuten an der Medienkonferenz von Swiss Triathlon.

Die grösste Medaillenhoffnung ist einmal mehr Juniorin Daniela Ryf. Die Solothurnerin startet zum letzten Mal in der Juniorenkategorie und erhofft sich nach zwei EM-Titeln und einem sechsten und fünften Rang an den vorangegangenen Weltmeisterschaften vor heimischem Publikum die erste WM-Medaille. Eröffnet wird der Samstag jedoch von den Junioren. Dort kann Lukas Salvisberg mit einem perfekten Rennen in die Top10 laufen. "Alles andere wäre dann bereits ein Exploit", macht Nationalcoach Iwan Schuwey klar, dass keine Medaille erwartet werden darf. Tamara Toubazis und Silvia Vanzetti bei den Juniorinnen sowie Olivier Eschler und Manuel Küng bei den Junioren ergänzen das Starterfeld.

Hoffentlich motiviert von einer ersten Medaille, nehmen am Sonntag Morgen die U23-Athleten die WM in Angriff. Dort darf am ehesten von Charles Rusterholz ein Top10-Platz erwartet werden, sofern er denn einen guten Tag erwischt. Für Marc-Yvan de Kaenel und Marc Widmer sowie Nicole Hofer und Anina Stämpfli bei den Frauen käme ein Rang in den Top10 bereits einem Exploit gleich.

Gleich im Anschluss an die U23-Rennen stehen die Elite-Rennen auf dem Programm. Nach der verletzungsbedingten Absage von Nicola Spirig ist im Frauenfeld Magali di Marco Messmer die einzige Athletin mit Chancen auf ein Top-Ergebnis. "Entscheidend wird sein, wie Magali aus dem Wasser kommt und ob sie auf dem Rad eine gute Gruppe erwischt", weiss Schuwey, dass je nach Entwicklung des Rennens viel möglich ist. "Von einer Medaille möchte ich aber nicht reden." Die zweite Schweizer Starterin ist Sibylle Matter. Insgesamt rund 80 Athletinnen aus 30 Ländern werden am Start stehen, darunter so hochkarätige Namen wie die Australierin Emma Snowsill (Titelverteidigerin), die Portugiesin Vanessa Fernandes (gewann in dieser Saison alle vier Weltcuprennen bei welchen sie am Start stand), die Deutsche Joelle Franzmann (Weltnummer 2) oder Samantha Wariner (Weltnummer 3), um nur einige zu nennen.

Das Schlussfeuerwerk werden dann die Männer am Sonntag Nachmittag zünden. Erst gestern Morgen wurde Didier Brocard nachnominiert, so dass die Männer mit sechs Athleten am Start sein werden. "Medaillenchancen sind vorhanden, doch stehen etwa 15 Männer am Start mit Chancen auf den Weltmeistertitel", macht Schuwey klar, dass die Besetzung erstklassig und das Rennen völlig offen ist. Mit Peter Robertson (AUS), Reto Hug, Brad Kahlefeldt (AUS), Hamish Carter (NZL) und Frederic Belaubre (FRA) sind beispielsweise die Top5 der WM 2005 in Japan am Start. Nicht genug, auch das komplette Olympiapodest von Athen 2004 startet in Lausanne (Hamish Carter, der Neuseeländer Bevan Docherty und Sven Riederer). Mit sechs Athleten besteht natürlich die Möglichkeit als Team zu arbeiten, dies weiss auch Schuwey. "Es gibt Athleten in unserem Team, die ganz genau wissen, dass sie Helferdienste verrichten werden." Mit den grössten Chancen starten sicher Sven Riederer und Reto Hug ins Rennen, doch auch Olivier Marceau darf nicht unterschätzt werden. Reto Hug weiss zumindest bereits, wie es ist in Lausanne zu gewinnen. Er gewann im letzten Jahr das Weltcuprennen auf derselben Strecke. Sébastien Gacond, Mike Aigroz und Didier Brocard hingegen werden sich wohl darauf beschränken müssen, Helferdienste zu verrichten.

Gestartet wird in Lausanne über die olympische Distanz (1,5km Schwimmen – 40km Radfahren – 10km Laufen). Die Junioren starten über die halbe Distanz. "Die Radstrecke ist zwar anspruchsvoll, aber auch sehr spektakulär und bestens geeignet für die Zuschauer", weiss di Marco Messmer. Auch auf der abschliessenden Laufstrecke entlang dem Genfersee dürften alle Athleten und natürlich besonders die Schweizer Athleten von Tausenden von Zuschauern angefeueret werden.

Die Begeisterung der Medien und Zuschauer für die WM in Lausanne ist enorm. Dies erlebten die Schweizer Athleten nach der Pressekonferenz, wie auch Hunderte von anderen Athleten aus über 30 Ländern an der Nationenparade durch die Stadt Lausanne.

Das Schweizer Team:
Elite Herren

Sven Riederer (Wallisellen)
Reto Hug (Dielsdorf)
Olivier Marceau (F-Vallauris)
Sébastien Gacond (Prilly/La Chaux-de-Fonds)
Mike Aigroz (Château d’Oex)
Didier Brocard (Grandson)

Elite Frauen
Magali Di Marco Messmer (Troistorrents)
Sibylle Matter (Plaffeien/Hergiswil)

U23 Herren
Marc-Yvan De Kaenel (Lufingen)
Charles Rusterholz (Porrentruy)
Marc Widmer (St. Gallen)
Alain Wüthrich (Burgdorf, auf der Warteliste)

U23 Frauen
Nicole Hofer (Entlebuch)
Anina Stämpfli (Hindelbank)

Junioren
Olivier Eschler (Allmendingen b. Bern)
Manuel Küng (Bütschwil)
Lukas Salvisberg (Hasle-Rüegsau)

Juniorinnen
Daniela Ryf (Solothurn)
Tamara Toubazis (Steinhausen)
Silvia Vanzetti (Bellinzona)

Gesamt 101 AthletenInnen aller Altersklassen aus der Schweiz kämpfen am Samstag 2. September um Medaillen. Dies ist die grösste Präsenz, welche Swiss Triathlon je an einem internationalen Triathlonanlass verzeichnen konnte.

Zeitplan
• Elite Männer: 3. September 2006, 13.00 Uhr
• Elite Frauen: 3. September 2006, 10.30 Uhr
• U23 Männer: 3. September 2006, 15.45 Uhr
• U23 Frauen: 3. September 2006, 07.30 Uhr
• Junioren: 2. September 2006, 07.00 Uhr
• Juniorinnen: 2. September 2006, 08.00 Uhr
• Age Group: 2. September 2006, 10.00 - 16.15 Uhr

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite des Veranstalters oder der ITU.