Fünfter Titel für Lokalmatadorin Vanessa Fernandez. Nicola Spirig verpasst EM Bronze im Schlussspurt um 2/10 Sekunden.
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Vanessa Fernandes (Por) siegte wie an der letztjährigen Triathlon EM in Kopenhagen im Eliterennen der Frauen vor der Italienerin Nadia Cortassa und der Schwedin Lisa Norden. Nicola Spirig (Dielsdorf) verpasste das Podest um weniger als eine Sekunde. Sie musste im Schlussspurt Lisa Norden (Sd) den Vortritt lassen. Ein weiteres Topresultat konnte mit dem achten Rang werden von Daniela Ryf (Solothurn) verbucht werden. Weiter lief Magali Di Marco Messmer (Troistorrents) auf den guten 15. Platz und Annaheim (Lostorf) erreichte nach einem Kraftakt auf dem Rad den undankbaren 31. Rang.
Auf dem abschliessenden 10 km Lauf setzte sich Fernandes schon zu Beginn ab und lief so einem ungefährdeten Sieg entgegen. Spirig fand Unterschlupf in einer Verfolgergruppe, welche 4 Athletinnen umfasste. Darunter auch die späteren zwei Silber- und Bronze- Medaillengewinnerinnen Cortassa (It) und Norden (Sd). Auf den letzten zwei Kilometern erhöhte Cortassa das Tempo, welche die anderen drei Athletinnen nicht mitgehen konnten. So kam es schlussendlich zu einem Sprintentscheidung zwischen Spirig und Norden (Sd), bei welchem sich Spirig geschlagen geben musste. "Im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden mit meiner Leistung. Betrachtet man, dass ich aufgrund meiner Knieverletzung nicht die gewohnten Laufumfänge habe absolvieren können, darf ich also mit der Laufleistung ganz zufrieden sein", lso Spirig.
Als zweite Schweizerin konnte sich Daniela Ryf als 8. im Ziel feiern lassen. Sie lief ein konstantes Rennen und ein Platz unter den Top Ten war somit nie gefährdet. "Es war ein hartes Rennen. Im Schwimmen habe ich extrem gelitten und auf dem Rad musste ich mich aufgrund des schwierigen Kurses immer sehr konzentrieren." Weiter litt Ryf zu Beginn des Laufens unter Magenproblemen, so dass sie erst auf den zweiten 5 Kilometern ihren gewohnten Rhythmus laufen konnte. Magali die Marco Messmer und Melanie Annaheim, welche als 3. und 5. mit Spitzenzeiten den Fluten entstiegen, fanden auf dem Rad zwar Unterschlupf in der Spitzengruppe, mussten da jedoch sehr kämpfen. Messmer verlor bei Kilometer 20 den Anschluss an die Spitzengruppe, da sie zu Beginn der 5. Radrunde stürzte, als das Hinterrad bei einem Antritt wegrutschte. Dank der Hilfe von Annaheim, welche sich zurückfallen liess, konnte sie die Spitzengruppe wieder erreichen. Durch diesen Kraftakt verbrauchten aber beide Schweizerinnen wertvolle Energie, welche ihnen im weiteren Rennverlauf fehlte. In der 7. Runde von insgesamt 8 Radrunden konnte schliesslich Annaheim die Lücke zur Spitzengruppe nicht mehr schliessen und musste so die letzten 5 Kilometer mit einer 15 - köpfigen Verfolgergruppe in Angriff nehmen. Auf dem abschliessenden Laufen fehlte ihr schlichtweg die notwendige Kraft, um noch nach weitervorn zu laufen. Ähnlich erging es auch Messmer. "Beim Laufen waren die Beine einfach nur noch leer. Die fehlende Energie liess eine schnellere Laufzeit nicht mehr zu." Mit riesigem Effort lief sie dennoch auf dem guten 15. Platz ins Ziel. (Pascal Frieder/Reinhard Standke)
Resultate
Lissabon (Por). Elite Frauen Triathlon EM.
1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen.
1. Vanessa Fernandes (Por) 2:05:46
2. Nadia Cortassa 0:40 (It) zurück.
3. Lisa Norden (Sd) 0:59.
4. Nicola Spirig (Sz) 0:59.
5. Joelle Franzmann (De) 1:02.
6. Radka Vodickova (Tsch) 1:20.
7. Eva Dollinger (Ö) 1:25.
8. Daniela Ryf (Sz) 1:40.
9. Jessica Harrison (Fr) 1:53.
10. Irina Abyssova (Russ) 2:19
15. Magali di Marco Messmer (Sz) 2:43.
31. Melanie Annaheim (Sz) 7:35.