Reto Hug gewinnt Bronze und holt nach Daniela Ryf (Gold U23) die zweite Schweizer Medaille. Javier Gomez (Sp) ist neuer Weltmeister.
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| Bevan Docherty, Javier Gomez und Reto Hug auf dem Podest |
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| Medaillen wollen bejubelt werden |
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| Nach 2005 in Gamagorie wieder auf dem WM Podest: Reto Hug |
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| photos by Swiss Triathlon |
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Reto Hug setzte sich im Schlusskampf um Rang drei gegen den Südafrikaner Hendrik de Villiers durch, der rund 200 m vor der Ziellinie einen Meter vor dem Schweizer lief. Mit der Bronzemedaille von Vancouver stand Hug zum zweitenmal nach 2005 auf dem WM-Podest, als er in Gamagori Silber gewann. Mit Rang drei von Hug (ein direkter Quotenplatz) sowie dem 29. Platz von Olivier Marceau haben die Schweizer Männer wie die Frauen definitiv den dritten Olympiaquotenplatz gesichert. Der Dielsdorfer Hug, Lebenspartner von Nicola Spirig, hatte bereits 1999 auf Madeira den Europameistertitel gewonnen und holte bei der Olympiapremiere 2000 in Sydney mit Rang acht ein Diplom. In Athen 2004 wurde Hug 40.
Nach den extremen Bedingungen vom Morgen zeigte sich das Wetter am Nachmittag in Vancouver erträglicher, "die Schweizer zeigten sich zudem materialmässsig zu 100% parat mit zusätzlicher Kleidung unter dem Neoprenanzug", berichtete Nationalcoach Iwan Schuwey. Reto Hug und auch Olivier Marceau zeigte eine stabile Schwimmleistung. Beide kamen rund 20 Sekunden nach den schnellsten Schwimmern Simon Whitfield (Ka) und Stéphane Poulat (Fr) aus dem Wasser absolvierten die 40 km Radfahren im 48 Athleten umfassenden Hauptfeld. Dieses verpassten die weiteren beiden Schweizer, Ruedi Wild, der aufgrund der Kälte beim Anziehen der Radschuhe Zeit verlor, sowie Sébastien Gacond nach einer schlechten Schwimmleistung. Die zwei hielten sich aber in der Verfolgergruppe mannschaftsdienlich von der Führungsarbeit fern.
Hug stürmte nach dem zweiten Wechsel als Erster auf die Laufstrecke und schlug ein "Höllentempo" an (so Iwan Schuwey). Nach der ersten 3,3 km langen Runden lief Reto Hug mit schönem Zug an sechster Position in der 14-köpfigen Gruppe, Marceau lag rund 30 Sekunden zurück. In der zweiten Runde zog sich die Spitzengruppe auseinander, Favorit Javier Gomez enteilte Bevan Docherty (Neus) und Hug um 15 Sekunden. Der Schweizer begann zu beissen und verlor dann immer mehr den Kontakt zu Docherty, dazu schmolz der Vorsprung auf den nachfolgenden Südafrikaner Hendrik de Villiers von 10 auf 5 sec. De Villiers ging sogar noch an Hug vorbei, der Dielsdorfer konterte und setzte sich im Fight um die Bronzemedaille um 1,3 Sekunden durch. "Es hat extrem wehgetan", so Hug später. Olivier Marceau zeigte sich beim Laufen nicht so spritzig wie beim Gewinn der EM-Bronzemedaille vor einem Monat in Lissabon und holte auf Rang 29 dennoch einige Punkte für das Olympiaranking. Ruedi Wild und Sébastien Gacond schlossen die WM auf den Rängen 50 bzw. 55 ab. "Mit dem souveränen Sieg von Daniela Ryf, der Medaille von Reto Hug, dem Spitzenresultat von Lukas Salvisberg und der definitiven Sicherung des dritten Quotenplatzes, während andere Big Nations im Triathlon wie Australien in die Röhre schauen, geht ein phantastischer Tag zu Ende", fasste Nationalcoach Iwan Schuwey zusammen. (Reinhard Standke)
Resultate | Interview mit Reto Hug (in Englisch) 
Vancouver (Ka). Triathlon WM.
1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen.
Elite Männer:
1. Javier Gomez (Sp) 1:49:48.
2. Bevan Docherty (Neus) 0:24.
3. Reto Hug (Sz) 0:29.
4. Hendrik de Villiers (SA) 0:30.
5. Matthew Reed (USA) 0:39,50.
6. Simon Whitfield (Ka) 0:39,54.
7. Igor Sysoev (Rus) 0:40.
8. Tony Moulai (Fra) 0:43.
9. Paul Tichelaar (Ka) 0:44.
10. Ivan Vasiliev (Rus) 0:46.
29. Olivier Marceau (Sz) 2:36.
50. Ruedi Wild (Sz) 4:59.
55. Sébastien Gacond (Sz) 6:06.