Triathlon Weltcup Kitzbühel

20.07.2008 von Reinhard Standke

Vier Wochen vor Olympia feierte Nicola Spirig in Kitzbühel ihren zweiten Sieg im Weltcup. Sven Riederer wurde Dritter.

Nicola Spirig, die Siegerin in Kitzbühel
Sven Riederer setzt sich im Kampf um Rang drei durch
photos by Reinhard Standke

Die Schweizer Athleten sind bereit für die Olympischen Spiele. Nicola Spirig konnte im letzten vorgängigen Weltcuprennen an die bisherigen Resultate anknüpfen, Sven Riederer meldete sich mit einem Podest-Resultat zurück. Magali Di Marco überzeugte als beste Schwimmerin sowie im Radfahren. Sébastien Gacond, der als dritter Schwimmer aus dem Wasser kam, fuhr vier Radrunden dem Feld voraus und zeigt sich bereit für die allfällige Helferrolle in Beijing.

Nicola Spirig, die ihren ersten Weltcupsieg am 01. Dezember 2007 in Eilat (Isr) erzielte und sich auch bei den beiden weiteren Weltcup Starts der laufenden Saison in den Top 10 klassierte, zeigte mit ihrem Sieg eindrücklich ihren Formstand vor Olympia auf. Bei Lufttemperaturen von knapp 20 Grad, der Schwarszsee zu Fusse des Kitzbühler Hahnenkamms war 22 Grad warm, führte die Dielsdoferin ein aktives Rennen, fuhr wie alle weiteren Schweizerinnen in der Rad-Spitzengruppe und gewann beide Sprintwertungen. Mit der Französin Carole Péon übernahm sie beim Laufen die Führung. "Es ist ein super Gefühl, wenn man vorne ist", erläutere Spirig. "Zu Beginn des Laufens hatte ich noch kalte Beine vom Radfahren". In der vierten Runde konnte sich Spirig absetzen und triumphierte mit 7 Sekunden Vorsprung. "Kitzbühel war für mich die Hauptprobe für Olympia, der Sieg gibt viel Selbstvertrauen", jubelte Spirig. "In Beijing werden mich eine andere Atmosphäre mit Hitze und einer selektiveren Strecke erwarten". Mit Magali Di Marco, die mit der schnellsten Schwimmzeit glänzte, klassierte sich als Siebte eine weitere Schweizerin in den Top 10. "Das Velofahren war hart, zudem klapperten mir die Zähne vor Kälte, ich wusste dass das nicht gut war fürs Laufen".

Bei den Männern kam Sébastien Gacond als Dritter aus dem Wasser und schaffte wie Sven Riederer den Sprung in die Erste Radgruppe. Reto Hug, Jan van Berkel und Olivier Marceau lagen mit der Verfolgergruppe nach einer von acht Runden eine Minute zurück. Kurz vor dem Zusammenschluss der Gruppen konnte Gacond erfolgreich ausreissen und lag schnell eine Minute vor dem Feld, wurde aber nach vier Runden wieder eingeholt. Nach dem Wechsel des grossen Feldes auf die Laufstrecke setzte sich direkt der Spanier Ivan Rana an die Spitze, Riederer war von Beginn an im Kampf um die weiteren Podestplätze dabei. In der Schlussrunde löste sich Kris Gemmell aus der Verfolgergruppe hinter Rana, der mit sechs Sekunden Vorsprung gewann. Riederer wurde mit 7/10 Sekunden Rückstand auf Gemmell Dritter. "Nach dem es bisher in der Saison nicht so gut gelaufen ist, bin ich sehr froh über das Resultat", sagte Riederer erleichtert. "Auf dem Velo war ich sehr stark und versuchte wegzufahren, allerdings vergeblich. Ich wollte durch den Wettkampf ein gutes Gefühl bekommen, jetzt folgt noch der Feinschliff im Hinlick auf Beijing". Reto Hug litt seit gestern unter einer Magenverstimmung, die sich negativ auf seine Leistung auswirkte. Mit Rang 14 erzielte Jan Van Berkel einen ausgezeichneten Weltcupeinstand. Sébastien Gacond erlitt nach 5 km Laufen einen Krampf und fiel zurück. Ein sehr positives Fazit zog Nationalcoach Iwan Schuwey nach dem letzten Weltcuprennen vor Olympia: "Sven Riederer kam in einem Wettkampf mit hohem Niveau auf das Podest. Nun erreichte nach Olivier Marceau an der EM in Lissabon sowie Reto Hug an der WM in Vancouver auch er auf einen dritten Rang. Magali Di Marco zeigte eine super Schwimmleistung, jetzt muss sie das Top-Level noch halten. Olivier Marceau übernachtete auf dem Hahnenkamm und bestritt den Wettkampf ohne Tapering aus dem vollen Höhentraining heraus". (Reinhard Standke)

Bildergalerien Frauen | Männer

ITU Interview mit Nicola Spirig | ITU Interview mit Sven Riederer

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Kitzbühel. Triathlon Weltcup.
1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen.
Männer:
1. Ivan Rana (Spa) 1:45:23.
2. Kris Gemmell (Neus) 0:06 Zurück.
3. Sven Riederer (Sz) 0:07.
4. Bevan Docherty (Neus) 0:08.
5. Ivam Vasiliev (Rus) 0:09.
6. Laurent Vidal (Fr) 0:20.
7. Tony Moulai (Fr) 0:31.
8. Filip Ospaly (Tch) 0:35.
14. Jan van Berkel (Sz) 1:16.
23. Olivier Marceau (Sz) 1:56.
32. Sébastien Gacond (Sz) 3:13.
46. Reto Hug (Sz) 8:45.

Frauen:
1. Nicola Spirig (Sz) 1:57:28.
2. Carole Péon (Fr) 0:07.
3. Samantha Warriner (Neus) 0:36.
4. Andrea Hewitt (Neus 0:44.
5. Elizabeth May (Lux) 0:45.
6. Christiane Pilz (De) 1:03.
7. Magali di Marco (Sz) 1:09.
14. Daniela Ryf (Sz) 2:23.
16. Anina Stämpfli (Sz) 2:25.
18. Melanie Annaheim (Sz) 4:42.
Aufgegeben: Felicity Abram (Aus), Erin Densham (Aus), Radka Vodickova (Tch)

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