Vorjahressieger am Inferno Triathlon wieder vorne

22.08.2010 von Reinhard Standke

Bereits zum neunten Mal siegt der Deutsche Marc Pschebizin. Bei den Frauen liess Vorjahressiegerin Nina Brenn den Konkurrentinnen keine Chance.

Mit erfrischenden Temperaturen von 17 Grad Celsius empfing der Thunersee die rund 330 Triathletinnen und Triathleten um 06.30 Uhr zum Start auf den langen, steilen Weg. Die optimalen Wetterbedingungen eröffneten einen traumhaften Blick zum weit entfernten Ziel auf dem Gipfel des Schilthorns (2970 Meter über Meer). Bei leichtem Gegenwind wurde die Schwimmstrecke in Angriff genommen. Bereits kurz nach dem Start zeigten die Favoriten, dass auch am Inferno 2010 voll mit ihnen zu rechnen ist. So waren es denn auch die bekannten Namen, die in Oberhofen an vorderster Front aus dem Wasser stiegen. Auf dem Aufstieg mit dem Racebike zur Grossen Scheidegg war das Siegerpodest des Vorjahres dicht beieinander. Andreas Wolpert (D), Marc Pschebizin (D) und an vierter Stelle der Drittklassierte des Vorjahres Mike Schifferle aus Ballwil, passierten an der Spitze die Rosenlaui, dicht dahinter folgte Lokalmatador Samuel Hürzeler aus Steffisburg. Einmal mehr war es der achtmalige Inferno-Sieger Pschebizin, der in Grindelwald mit dünnen 22 Sekunden Vorsprung auf Wolpert zum Mountainbike wechselte. Kurz nach der Kleinen Scheidegg hatte dieser mit einem Platten zu kämpfen und musste Hürzeler, der zwischenzeitlich auch Schifferle überholt hatte, gnadenlos näher rücken lassen. Von nun an lag Hürzeler Wolpert ständig im Nacken und setzte den Deutschen gehörig unter Druck. Titelfavorit Pschebizin indessen gelang es bis zur Wechselzone Stechelberg, seinen Vorsprung auf feudale 11 Minuten auszubauen. Wie schon in den Vorjahren war Mister Inferno und Gigathlon-Sieger 2010 auf der Laufstrecke nicht mehr zu schlagen. Mit einer Zeit von 8:56.49 lief er als erster durch den Zielbogen beim Piz Gloria. Obwohl er sich seiner Form auf Grund der kurzen Ruhephase zwischen Gigathlon und Inferno nicht sicher sein konnte, ging er wie immer selbstbewusst und optimistisch an den Start. „Jetzt freue ich mich, meine Freundin zu küssen und ein kaltes Bier zu trinken“. Bereits kündigte Pschebizin sein Comeback im 2011 an. „Ich muss einfach zehn mal gewinnen!“, meinte er strahlend. Analog zum Vorjahr blieb Andreas Wolpert das Nachsehen mit dem 2. Rang (9:08.12). Für ihn bleibt ein vermeintlicher erster Sieg bei der nächsten Austragung des Inferno Triathlons die grösste Trainingsmotivation. Der Berner Oberländer Samuel Hürzeler (9:10.37) erreichte nach dem letztjährigen fünften dieses Jahr den dritten Rang. Als vierter beendete Mike Schifferle aus Ballwil (9:28.32) den Triathlon.   
Das Frauenrennen dominierte nach den letzten beiden Jahren einmal mehr die Titelfavoritin Nina Brenn aus Zürich, dicht gefolgt von der Thunerin Barbara Bracher, die Dritte des letztjährigen Siegerinnenpodestes. Auch Sonja Gerster aus Unterseen bei Interlaken setzte sich bei ihrem Inferno-Single-Debüt von Beginn weg sehr gut in Szene.  Der Siegerin des diesjährigen Gigathlons, Nina Brenn, waren die Strapazen des vergangenen Monats kaum anzumerken. Wie immer sei ihre Familie, die im Ziel warte, ihre grösste Motivation. Und diese hatte es offenbar in sich. Mit knapp 17 Minuten Vorsprung gewann sie überlegen mit einer Schlusszeit von 10:21.52 vor Barbara Bracher (10.37.58). Es folgte Sonja Gerster mit ihrem ausgezeichneten 3. Rang (10.57.07). (pd)
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