Mit Madrid, dem ersten der 5 WM-Serie Rennen 2010 in Europa, beginnt die zweijährige Qualifikationsphase für London 2012.
So reisten am Donnerstag mit 4 Frauen und 3 Männer bis auf Lukas Salvisberg alle Mitglieder des Team London 2012 nach Madrid, wo am Samstag (Frauen) und Sonntag (Männer) das dritte Rennen der WM-Serie 2010 ausgetragen wird.
An Madrid haben die Athleten von Swiss Triathlon gute Erinnerungen: Daniela Ryf (2003) und Reto Hug (2005) standen jeweils als Dritte auf dem Podest. Im letzten Jahr übernahm Magali Di Marco nach dem sechsten Rang die Führung im Zwischenklassement in der WM-Serie. Am kommenden Samstag wird Di Marco, vor 10 Jahren in Sydney Gewinnern der Bronzemedaille in Sydney, ihren letzten Auftritt in der WM-Serie geben. Das letzte grosse internationale Highlight ihrer langen und beeindruckenden Karriere wird die Sprint- und Team-WM in Lausanne vom 21. und 22. August 2010 sein.
Beginn der Olympia-Qualifikation 2012
Die starke Präsenz von Swiss Triathlon unterstreicht die Bedeutung des Rennens zum einen für den Gesamtstand in der WM-Serie 2010, zum anderen markiert es den Start in die Qualifikationsphase für Olympia London 2012, die bis zum 31. Mai 2012 dauert. Dabei werden für Frauen und Männer je 55 Startplätze vergeben. Acht Nationen erhalten ein Kontingent von jeweils drei Startplätzen. Fünf Plätze erhalten die Siegernationen der 5 kontinentalen Qualifikationsrennen, je drei Plätze gehen an die besten Drei Nationen der Weltqualifikationsveranstaltung. Weitere 44 Plätze werden aufgrund der Rangierung in ITU Qualifikationspunktlisten vergeben. Ein Startplatz geht an das Veranstalterland Grossbritannien, dazu kommen 2 Wildcards.
Nach den Resultaten von Sydney und Seoul haben Daniela Ryf (4.), Reto Hug (8.) und Nicola Spirig (10.) in der Gesamtwertung der WM-Serie bereits eine gute Ausgangslage. Für Melanie Annaheim, die in Sydney aufgab, ist Madrid nun eine Standortbestimmung, von Sven Riederer und Ruedi Wild ist eine Leistungssteigerung zu erhoffen. "Wenn unsere Athleten eine Topleistung abrufen können, dann liegen Podestplätze drin", gibt Nationalcoach Iwan Schuwey vor.
Denn international fehlen einige Topstars wie Lisa Norden (Sd), Emma Moffatt (Au), Andrea Hewitt (Neus) oder Emma Snowsill (Au) und Brad Kahlefeldt. Dafür gibt Weltmeister Alistair Brown (Gb) nach dem überstandenen Ermüdungsbruch im Oberschenkel sein Comeback, er trifft auf den Lokalmatador Javier Gomez (Sp). Aber auch die beiden Russen Alexander Brukhankov und Dmitry Polyansky werden hochgehandelt. Bei den Damen gibt die Weltcup-Rekordsiegerin Vanessa Fernandes (Por), die fast während der ganzen letztjährigen Saison von Verletzungen geplagt wurde, nach dem Sieg am Europacup in Quarteira ihr Comeback auf höchster Ebene. Die ganze grosse Favoritin auch für Madrid dürfte nach ihren Siegen in Sydney und Seoul die Führende in der WM-Serie, Barbara Riveros Diaz (Chi) sein. (Reinhard Standke)
Startzeiten
- Frauen: Samstag, 13.15 Uhr
- Männer: Sonntag, 13.00 Uhr
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