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Triathlon EM Athlone 2010

03.07.2010 von Sandra Christen

Nicola Spirig hat an der Europameisterschaft in Athlone ihren Titel aus dem Jahr 2009 erfolgreich verteidigt.

Nicola Spirig verteidigt in Athlone ihren Europameistertitel
photo by Kirsten Stenzel Maurer

Damit kann die 28-jährige Spirig einen weiteren Erfolg in ihrem Palmarès ergänzen. Vor dem nun zweiten Gewinn der Triathlon Europameisterschaft, der erste überraschende Sieg gelang ihr vor 12 Monaten in Holten/Ho, hatte sie Anfang Juni knapp nach dem erfolgreichen Abschluss der Jurastudiums in Madrid das Rennen der WM-Serie für sich entscheiden können. 2009 gewann Nicola Spirig den Wettkampf der WM-Serie in London, in den beiden Jahren zuvor hatte sie sich an den Weltcuprennen in Eilat und Kitzbühel durchgesetzt.

Bei den diesjährigen Europameisterschaften in Athlone, die 17'000 Einwohner umfasste Stadt liegt nahe beim geografischen Mittelpunkt Irlands, schaffte Spirig wie die beiden weiteren Schweizerinnen ,Magali Di Marco und Melanie Annaheim, den Sprung in die erste Radgruppe und ging als Zweite hinter Carole Péon auf die 10 km Laufen. Den beiden Konkurrentinnen konnte sich die Vorjahresvierte, Lisa Norden (Sd), zunächst anschliessen, verlor nach zwei Runden aber den Anschluss. Machte auf dem ersten dreieinhalb Runden Péon das Tempo, passierte die Dielsdorferin eine Runde vor Schluss das Ziel knapp vor der Französin. Rund einen Kilometer vor der Ziellinie zog die Titelverteidigerin das Tempo an und vermöchte sich zu lösen. Spirig verteidigte ihren Titel erfolgreich und lief mit einem Vorsprung von 12 Sekunden vor Péon ins Ziel. Dritte wurde Lisa Norden. Auch die beiden weiteren Schweizerinnen begannen das Laufen in den Top 6. Magali Di Marco konnte Position sechs halten, während Melanie Annaheim mit Krämpfen auf Rang 17 zurückfiel.

"Es ist unglaublich, die Titelverteidigung war mein grosses Ziel", freute sich Spirig im ersten TV-Interview. "Für mich war es ein hartes Schwimmen, ich hatte gedacht, ich wäre weiter hinten", so Spirig, die mit 50 Sekunden Rückstand 11 bzw. 7 Sekunden nach Di Marco und Annaheim aus dem Wasser gekommen war. Bereits nach einer halben Runde war der Anschluss an die Spitzengruppe geschafft, in der sie keine Führungsarbeit leistete sondern zumeist an vierter bis fünfter Position fuhr. Auf der Laufstrecke schlug Carole Péon ein schnelles Tempo an. "Ich wusste, dass ich für eine Medaille dran bleiben musste", meinte Spirig. Péon sollte dann verlangsamen, aber bei der vierten und letzten Passage des Wendepunktes an der Wechselzone zog Spirig an. "Ich lief voll in der Säure".

Zufrieden zeigten sich auch Magali Di Marco und Melanie Annaheim. "Rang sechs ist die beste EM-Klassierung seit meinem Comeback, meinte Di Marco, die 1999 und 2000 auf dem Podest gestanden war. Annaheim litt nach drei Kilometern unter Krämpfen und beendete den Wettkampf unter Wert geschlagen auf Platz 17. "Die Form stimmt", zog Annaheim trotzdem ein positives Fazit und will ihren Leistungsstand nun am Rennen der WM-Serie in Hamburg (17./18. Juli) aufzeigen. (Reinhard Standke/Sandra Christen).

Resultate | Bildergalerie

Athlone (Irl). Elite Frauen Triathlon EM.
1,5 km Schwimmen, 39.6 km Radfahren, 10 km Laufen.
Frauen:

1. Nicola Spirig (Sz) 1:57:58.
2. Carole Péon (Fr) 0:12 Minuten zurück.
3. Lisa Norden (Sd) 0:22.
4. Ainhoa Murua (Sp) 0:37.
5. Aileen Morrison (Irl) 0:54.
6. Magali Di Marco (Sz) 1:02.
7. Alexandra Razarenova (Russ) 1:05.
8. Annamaria Mazetti (Ita) 1:08.
9. Emmie Charayron (Fr) 1:20.
10. Hollie Avil (Gb) 1:39.
17. Melanie Annaheim (Sz) 2:34.
Nicht am Start: Vanessa Fernandes (Por), Elizabeth May (Lux)

Juniorinnen (Resultate)
0,75 km Schwimmen, 19.8 km Radfahren, 5 km Laufen:
1. Annika Vössing (De) 1:01:41.
2. Lucy Chittenden (Gb) 1:04.
3. Justine Guerard (Fr) 1:06.


Nicola Spirig (Bild: Kirsten Stenzel Maurer)


Transition 2 (Bild: Kirsten Stenzel Maurer)


Laufduell (Bild: Kirsten Stenzel Maurer)


Magali Di Marco (Bild: Magali Di Marco)


Melanie Annaheim (Bild: Kirsten Stenzel Maurer)

 

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