Bei den Männern belegt Sven Riederer Platz vier. Reto Hug wird nach einem Sturz verletzt ins Spital eingeliefert.
- Photo by ITU/Janos Schmidt
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Sven Riederer wurde beim grössten Triathlon Event der Welt in Hamburg Vierter. Auf Rang 18 nach dem Schwimmen konnte sich der Drittplatzierte von Madrid beim Radfahren in der Verfolgergruppe festsetzen. Diese schaffte es dann, das Spitzenfeld einzuholen, wodurch sich ein ca. 30-köpfiges Feld mit allen Topfavoriten formierte. Beim Laufen versuchte Riederer das hohe Tempo des späteren Siegers Javier Gomez (Sp) sowie dem zweitplatzierten Jan Frodeno (De) anfangs mitzugehen, musste aber bereits in der ersten von vier Laufrunden abreissen lassen und kämpfte so bis zum Schluss in einer Verfolgergruppe um Platz drei. Am Ende hatte er jedoch das Nachsehen und kam mit drei Sekunden Rückstand auf den Briten Tim Don ins Ziel. Durch diesen vierten Platz verbesserte sich Riederer in der Gesamtwertung um zwei Plätze auf Rang acht. "Ich habe heute in allen drei Disziplinen einen sehr guten Wettkampf gezeigt und bin sehr zufrieden, auch wenn der vierte Platz immer undankbar ist", so das Fazit von Sven Riederer. "Heute habe ich mein bislang bestens Schwimmen der Saison gezeigt, das Laufen war mit 30:09 Minuten sehr schnell, die läuferische Entwicklung ist erfreulich", meinte Riederer, der darauf hinwies, dass mit dem Verschieben des Wendepunktes die Laufstrecke in diesem Jahr genau 10 km betragen habe.
Reto Hug, der als zweiter Schweizer Athlet ins Rennen gestartet war, stürzte in der fünften von acht Radrunden schwer. Hug wurde mit gebrochenem linken Schlüsselbein und drei gebrochenen Rippen sowie einer leichten Gehirnerschütterung ins Spital eingeliefert. Der 35-jährige Hug, der zum Zeitpunkt des Sturzes in der Verfolgergruppe rund eine Minute hinter der grossen Spitze fuhr, konnte zum Hergang keine Angaben machen. Bereits im Frühjahr 2009 hatte sich der Dielsdorfer das rechte Schlüsselbein gebrochen und wird nach eigener Einschätzung mindestens sechs Wochen mit Wettkampfteilnahmen pausieren müssen. "Ich hoffe auf Budapest", sagte Hug zum Grand Final der WM-Serie, das am zweiten September Wochenende ausgetragen wird.
Als Sieger des spannenden Rennens in Hamburg setzte sich der Spanier Javier Gomez, der bereits das Rennen vor vier Jahren in Hamburg gewann und die Serie im letzten Jahr auf Platz zwei beendete, erst auf dem letzten Kilometer gegen Jan Frodeno aus Deutschland durch. Nach dem Schwimmen fuhren beide Athleten in der Spitzengruppe über die 40 km langen Radstrecke. Die beiden Ausreisser Ivan Vasiliev (Russ) und Mark Fretta (USA), welche mit leichtem Vorsprung ins Laufen gestartet waren, wurden durch ein enorm hohes Lauftempo gleich in der ersten Runde eingeholt und zurück gelassen. So entschied sich das Rennen durch einen Zweikampf, in dem der Spanier (bisher Platz acht in der Gesamtwertung) den etwas längeren Atem zeigte und nach neun Kilometern des Zusammenlaufens schliesslich mit 15 Sekunden Vorsprung vor Frodeno gewann. Durch diesen zweiten Platz übernahm Frodeno, der bereits den sechsten Platz in Madrid belegte, nun die Führung im Gesamtklassement und löste damit den Russen Alexander Brukhankov ab. Gomez machte ebenfalls etliche Plätze gut und ist nun auf Platz drei. (Markus Steinhauser/Reinhard Standke)
Ergebnisse | live timing | Gesamtklassement
Hamburg. ITU World Championship Series (4/7).
1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen.
Männer:
1. Javier Gomez (Sp) 1:43:08.
2. Jan Frodeno (De) 0:15 Minuten zurück.
3. Tim Don (Gb) 0:49.
4. Sven Riederer (Sz) 0:52.
5. Vladimir Turbaevskiy (Russ) 0:55.
gestürzt und ins Spital eingeliefert: Reto Hug (Sz).
Gesamtwertung. ITU World Championship Series (4/7).
Männer:
1. Jan Frodeno (De) 2153 Punkte.
2. Alexander Brukhankov (Russ) 2152.
3. Javier Gomez (Sp) 1772.
4. Steffen Justus (De) 1683.
5. Dmitry Polyansky (Russ) 1639.
8. Sven Riederer (Sz) 1441.
22. Reto Hug (Sz) 659.
77. Ruedi Wild (Sz) 56.
81. Lukas Salvisberg (Sz) 52.