Nicola Spirig und Sven Riederer gewinnen den pro-Sprint-Triathlon in Zug.
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| Sven Riederer |
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| Nicola Spirig |
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| photos by Markus Steinhauser |
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Bei den Männern präsentierte sich am Pro-Sprint des 17. Zytturm Triathlon in Zug mit Sven Riederer, Lukas Salvisberg und Reto Hug das Podest gleich wie im Jahr zuvor. Das Rennen lief für Riederer jedoch nicht von Anfang an nach Plan. In der ersten Wechselzone hatte er Mühe, sein Startband umzuschnallen. Es gelang ihm deshalb nicht, mit den Schnellsten auf das Rad zu wechseln. „Es ist immer wieder erstaunlich, was kleine Fehler in den Wechselzonen für Auswirkungen auf das ganze Rennen haben können“, bemerkt Riederer im Anschluss an das Rennen. Dies zeuge jedoch auch vom hohen Niveau des Wettkampfes. Dank einem Kraftakt gelang es Riederer in der anschliessenden Laufstrecke, zu den führenden aufzuschliessen. „Trotz meinen vielen Rennerfahrungen war der Adrenalinspiegel nach diesem Zwischenfall sehr hoch“, analysiert der Walliseller. „Das Rennen war sehr schön. Ich geniesse es immer, in der Schweiz zu starten und bin überzeugt, dass eine gute Besetzung dem Triathlon in der Schweiz zu wichtiger Bedeutung verhilft“, freut sich Riederer in der Altstadt von Zug. Auch der zweitplatzierte Lukas Salvisberg zeigt sich mit seiner Leistung zufrieden. Diese Woche habe er noch vier Studienprüfungen absolviert, deshalb freue er sich sehr, auf den zweiten Platz gelaufen zu sein. „Das Rennen war extrem hart und intensiv, war aber wirklich toll und hat grossen Spass gemacht“, fasst Salvisberg das Rennen zusammen. Platz vier sichert sich Ronnie Schildknecht. Nach seinem zweiten Platz letzten Sonntag am Ironman 70.3 in Rapperswil-Jona, habe er an das heutige Rennen keine Erwartungen gehabt. „Der Zytturm Triathlon war kurz und schmerzhaft, so mag ich es“, scherzt Schildknecht, der Ende Juli als dreifacher Titelträger des Ironman Switzerland wieder in Zürich über die Langdistanz anzutreffen ist.
Bei den Frauen war der Vorsprung der Siegerin Nicola Spirig viel grösser als bei Sven Riederer. Die 28-jährige Spirig, die vor eine Woche das WM-Serie Rennen von Madrid gewann und Schwimmen nicht als ihre Lieblingsdisziplin bezeichnet, startete gleichzeitig mit den Juniorinnen in den 18° kalten Zugersee. Mit der 26-jährigen Deutschen Svenja Bazlen, Pauline Pürro und Sarah Schütz hatten sich neben Spirig weitere Triathletinnen vom verbleibenden Feld und den Juniorinnen absetzen können. Auch der Junorin Rahel Küng gelang eine starke Leistung beim Schwimmen, sie hielt lange im Führungsfeld mit. Bei den drei Velorunden des ersten Durchgangs mit insgesamt 7,5 km hatte sich Spirig an die Spitze der Athletinnen gesetzt. Auch zeigte Spirig einmal mehr ihre Nervenstärke. Durch das Einklicken des Schuhs war ihre Kette beinahe herausgesprungen, sie reparierte dies aber souverän in der Wechselzone. Auch ein etwas missglückter Schuhwechsel auf dem Weg ins Wasser kostete die führende Spirig ein paar Sekunden, konnte aber ihren Vorsprung in keiner Weise gefährden. Nach der Runde im See des zweiten Durchgangs war Sprig die Erste in der Wechselzone, gefolgt von Bazlen, Schütz, Pürro und der Juniorin Küng. Auf den Pflastersteinen der zweiten 2 km langen Laufstrecke hatte Spirig den aufgebauten Vorsprung problemlos ins Ziel bringen können und mit einer Zeit von 50.27 über eine Minute Vorsprung auf die zweit platzierte Svenja Bazlen herausgeholt. Der „pro“-Sprint Wettkampf hier gefalle ihr sehr gut, meinte die Deutsche nach dem Zieleinlauf. Der spezielle Modus, indem jede Disziplin in zwei Durchgängen absolviert werde, mache das Rennen für die Athleten spannend, auch liessen sich so gut die Wechselabläufe trainieren. „Und wenn man gewinne, sei ein Rennen sowieso einfach nur schön“, fügt Spirig schmunzelnd an. Für sie geht es nun zurück nach Leysin, wo sie sich weiter auf die nächsten Rennen der WM-Serie vorbereiten wird.
In der Gesamtwertung der Pro-Sprint Serie konnte Sven Riederer den Vorsprung vor Lukas Salvisberg und Ruedi Wild ausbauen. Bei den Frauen liegt Svenja Bazlen, die als einzige bislang drei Wettkämpfe absolvierte, in Führung. Das vierte und letzte Rennen der pro-Sprint-Serie findet am 8. August in Nyon statt (gleichzeitig SM). (Sandra Christen, Susanne Pieren)
Resultate | Bildergalerie Pro/Junioren | Bildergalerie Jugend/Schüler
Zwischenklassemente Pro Sprints (3/4) | Swiss Triathlon Circuit (1/8) | Youth League (3/8) | Erdgas Regio Cup Zentralschweiz (2/5)
Zug. Sprinttriathlon. Pro-Sprint-Serie (3/4).
zweimal 300 m Schwimmen, 7.5 km Rad, 2 km Laufen.
Männer:
1. Sven Riederer (Wallisellen) 45:36:03.
2. Lukas Salvisberg (Hasle-Rüegsau) 0:04 Minuten zurück.
3. Reto Hug (Dielsdorf) 0:12,2.
4. Ronnie Schildknecht (Thalwil) 0:20,6.
5. Ruedi Wild (Samstagern) 0:28,8.
Frauen:
1. Nicola Spirig (Dielsdorf) 50:27:03.
2. Svenja Bazlen (De) 1:05,6 Minuten zurück.
3. Sarah Schütz (Dübendorf) 1:48,1.
4. Pauline Pürro (La Chaux-de-Fonds) 4:11,2.
5. Bucher Carmen (Oensingen) 6:09.
Gesamtwertung (3/4).
Männer:
1. Sven Riederer 285 Punkte.
2. Lukas Salvisberg 258.
3. Ruedi Wild 246.
4. Andrea Salvisberg 241.
Frauen:
1. Svenja Bazlen 280 Punkte.
2. Sarah Schütz 175.
3. Pauline Pürro 164.
4. Gaby Manser 162.