Der Franzose Vincent Luis gewinnt den Continental Cup. Jodie Swallow aus Grossbritannien ist Siegerin bei den Frauen.
- Photo by Markus Steinhauser
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Bei herbstlichen Wetterverhältnissen hatten die Athleten in Genf mit Kälte und Regen zu kämpfen. Daher war Vincent Luis nach dem Rennen besonders zufrieden mit seinem ersten Platz. Durch den Regen sei es ein sehr hartes Rennen gewesen, so der Franzose. Er habe jedoch vor allem an seine Stärke am Berg geglaubt. Als er schliesslich mit einer grossen Spitzengruppe in die zweite Wechselzone kam, konnte Luis durch einen schnellen Wechsel mit ein paar Sekunden Vorsprung auf die Laufstrecke starten. Bis ins Ziel baute er diesen dann noch weiter aus. Zweiter wird der Brite Adam Bowden. Artem Parienko aus Russland kommt auf Platz drei.
Als bester Schweizer erreicht Jürg Bühler Platz 21. Er sei sehr zufrieden mit seiner Leistung in allen drei Disziplinen, erklärt der Ostschweizer nach dem Rennen. Durch eine Sehnenentzündung im rechten Knie sei er im Vorfeld des Rennens unsicher gewesen, in wie weit er seine Leistung überhaupt abrufen könne, so Bühler. Beim Laufen habe er zwar noch leichte Probleme gehabt, aber insgesamt sei es besser gelaufen als erwartet. Auch Coach Iwan Schuwey bezeichnete Bühlers Abschneiden als „Highlight des Tages“. Der Start des Juniors auf der olympischen Distanz sei dem jungen Athleten unter diesen widrigen Bedingungen sehr gut gelungen.
Ansonsten sei es jedoch ein enttäuschender Tag für die Schweizer gewesen, bemerkt Schuwey. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel das Wetter beeinflussen kann“, resümiert er den Wettkampftag. Durch den starken Regen kam es zu etlichen Stürzen. Zu Beginn der zweiten Runde wurde Manuel Küng ohne eigenes Verschulden in einen solchen verwickelt und verpasste so den Anschluss an die Gruppe, in der sich Florin Salvisberg befand. Küng startete zwar noch ins Laufen, musste dann aber doch aufgeben. Auch Tim Otto beendete das Rennen aufgrund von Krämpfen vorzeitig. Für den Junior sollte der Wettkampf als Test dienen.
Jodie Swallow, die Langdistanzweltmeisterin von 2009, gewann das Rennen bei den Frauen vor Charlotte McShane aus Australien. Dritte wird die Italienerin Alice Betto. Bereits als Erste aus dem Wasser kommend, dominierte Swallow den gesamten Wettkampf und kam schliesslich mit einem Vorsprung von mehr als drei Minuten ins Ziel. Sie habe in letzter Zeit vermehrt an reinen Laufwettkämpfen teilgenommen und wollte sich daher in Genf bewusst auf alle drei Disziplinen konzentrieren, erklärt Swallow ihre Taktik im Anschluss. Dabei habe sie vor allem auf die Anweisungen ihres Trainers und weniger auf die anderen Athletinnen geachtet. Aber auch sie hatte mit dem schlechten Wetter zu kämpfen. Als dann beim zweiten Wechsel zusätzlich das Fahrrad eines männlichen Athleten umfiel und Swallow von einem Referee dazu aufgefordert wurde, es wieder aufzuheben, war diese alles andere als erfreut. „Das macht mich wütend, aber das ist auch gut so“. Wut könne sie sehr gut in Motivation umwandeln und so war sie auch auf den letzten zehn Kilometern Laufen nicht mehr einzuholen.
Gabriela Manser kam als bester Schweizerin auf Platz 15, Diane Lüthi wird 24. Auch bei den Frauen ein Ausfall zu beklagen. Céline Schärer konnte das Rennen aufgrund eines platten Reifens nicht beenden.
Genf. ITU Triathlon Europacup.
1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen.
Männer:
1. Vincent Luis (Fr) 2:00:26.
2. Adam Bowden (Gb) 0:43 Minuten zurück.
3. Artem Parienko (Russ) 0:52.
4. Pierre Le Corre (Fr) 1:14.
5. Oscar Vincente (Sp) 1:17.
21. Jürg Bühler (Sz) 3:24.
36. Florin Salvisberg (Sz) 5:46.
38. David Herzig (Sz) 6:21.
41. Adrian Haller (Sz) 6:45.
51. Valentin Fridelance (Sz) 19:56.
Aufgegeben: Manuel Küng, Tim Otto, Alain Wüthrich
Frauen:
1. Jodie Swallow (Gb) 2:15:45.
2. Charlotte McShane (Au) 3:33 Minuten zurück.
3. Alice Betto (It) 3:50.
4. Charlotte Bonin (It) 4:11.
5. Sarissa De Vries (Ho) 4:18.
15. Gabriela Manser (Sz) 9:02.
24. Diane Lüthi (Sz) 14:23.
32. Pauline Pürro (Sz) 20:37.
Aufgegeben: Céline Schärer