Spirig gewinnt in Zürich erstes Rennen nach Verletzungspause

09.07.2011 von Sandra Christen

Erstmals seit dem Ermüdungsbruch Anfang März beendet Spirig heute einen Wettkampf, nächsten Samstag will sie am WM-Serie-Rennen in Hamburg an den Start gehen. Ruedi Wild wird hinter drei Ausländern bester Schweizer.

Nicola Spirig strahlt nach ihrem Sieg am Zurich Triathlon. Photo by Reinhard Standke.
Ruedi Wild, der beste Schweizer auf der Landiwiese. Photo by Reinhard Standke.

Die zweifache Europameisterin Nicola Spirig gewann den Zurich Triathlon deutlich mit einem Vorsprung von 5:45 Minuten vor der Deutschen Renate Forstner und der Neuseeländerin Anna Cleaver. Spirig dominierte das Rennen sowohl auf der Schwimm- wie auch auf der Radstrecke. Ob sie die Laufstrecke auch noch absolvieren würde, entschied sich erst nach der Radstrecke. Denn Anfang März zog sie sich einen Ermüdungsbruch zu und musste in der Folge alle Rennen absagen. Letzten Samstag startete sie am Spiezathlon erstmals wieder, absolvierte jedoch nur die Schwimm- und die Radstrecke. „Heute entschied ich nach dem ersten Laufkilometer, dass ich das Rennen fertig machen will“, sagte Spirig. „Der Abstand gegen hinten war genügend gross, so dass ich auf der Laufstrecke nichts forcieren musste“. Wäre der Abstand kleiner gewesen, hätte sie das Rennen vielleicht nicht zu Ende gemacht. „Mein Fokus liegt auf Hamburg. Ich weiss, dass ich noch nicht in der Lage bin, innerhalb einer Woche zweimal zehn Kilometer voll zu laufen. Um mich zu schonen, lief ich heute relativ locker“.

Der Zurich Triathlon, der neu zur 5150-Serie gehört, lockte mit einem Preisgeld von 25‘000 USD ein starkes internationales Feld an. Bei den Männern waren die Augen nebst den Schweizern Sven Riederer und Ruedi Wild vor allem auf den zweifachen Ironman-Weltmeister Chris McCormack gerichtet, der die Teilnahme an den olympischen Spielen in London 2012 anstrebt. Es war jedoch ein anderer Australier, der sich in Szene setzte: Joshua Amberger stieg nach 1.5 km Schwimmen als erster aus dem Wasser und konnte seine Führungsposition bis auf der Laufstrecke halten. Dort wurde er einzig vom Britten Ritchi Nicholls noch überholt. McCormack sicherte sich den dritten Rang.

Der beste Schweizer Ruedi Wild zeigte sich mit dem heutigen Rennen zufrieden: „Die Konkurrenz war wirklich extrem stark, das Rennen war sehr hart.“ Für den viertplatzierten Wild war es das erste Rennen nach Kitzbühel vor vier Wochen. „Nach Kitzbühel gönnte ich mir zuerst eine Woche Ferien, bevor ich drei Wochen nur trainierte und keine Wettkämpfe absolvierte“. Diese Pause sei sehr wichtig für ihn gewesen, weil er so die Zeit hatte, ein bisschen herunterzufahren. „Jetzt bin ich auch mental wieder bereit, wieder ins Wettkampfgeschehen einzugreifen.“ Nächster Wettkampf wird das WM-Serie-Rennen nächsten Samstag in Hamburg sein, wo Wild eine Top 15-Platzierung anstrebt. Den Fokus ebenfalls auf Hamburg gerichtet hat Sven Riederer. Nach der Radstrecke, ein 40 km Einzelzeitfahren, wechselte er als Zweiter auf die Laufstrecke. Dort verlor er allerdings wieder ein paar Plätze und klassierte sich am Ende auf Rang 8. „Sven hat sein Training auf Hamburg ausgerichtet. Es ist für mich daher nicht beunruhigend, dass er heute beim Laufen einige Plätze verlor“, erklärte Nati-Coach Iwan Schuwey.

Zürich Triathlon. Swiss Triathlon Circuit (2/6), 5150-Series.
1.5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen.
Männer:
1. Ritchi Nicholls (Gb) 1:47:20.
2. Joshua Amberger (Au) 0:44 Minuten zurück.
3. Chris McCormack (Au) 1:13.
4. Ruedi Wild (Samstagern) 1:45.
5. Martin Krnavek (Tsch) 2:06.
6. Andrea Salvisberg (Hasle-Rüegsau) 2:41.
7. Florin Salvisberg (Hasle-Rüegsau) 3:07.
8. Sven Riederer (Wallisellen) 3:27.
11. Lukas Salvisberg (HasleRüegsau) 4:21.

Frauen:
1. Nicola Spirig (Dielsdorf) 2:02:17.
2. Renate Forstner (De) 5:45 Minuten zurück.
3. Anna Cleaver (Neus) 7:26.
4. Barbara Scherrer (Niederhelfenschwil) 9:08.
5. Eva Potuckova (Tsch) 10:10.
6. Michaela Giger (Zürich) 10:18.
7. Diane Lüthi (Regensdorf) 11:11.
8. Simone Weber (Bern) 12:01.
10. Rahel Küng (Bütschwil) 14:16.

Stand Swiss Triathlon Circuit (2/6).
Männer:
1. Ruedi Wild (Samstagern) 182 Punkte.
2. Robin Bareth (Grünigen) 126.
3. Chandru Alt (Wynau) 124.

Frauen:
1. Barbara Scherrer (Niederhelfenschwil) 172 Punkte.
2. Simone Weber (Bern) 159.
3. Michaela Giger (Zürich) 158.

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