Dritter EM-Titel für Nicola Spirig

20.04.2012 von Reinhard Standke

Nach 2009 (Holten/Ho) und 2010 (Athlone/Irl) gewann Nicola Spirig in Eilat/Isr zum dritten Mal die Triathlon Europameisterschaft.

Zum dritten Mal jubelt Nicola Spirig über den EM-Sieg. Photo by Janos Schmidt/ITU
Nach dem dritten Europameistertitel steht Nicola Spirig Rede und Antwort. Photo by Dominik Pürro

Die 30-jährige Zürcher Unterländerin verwies Ainhoa Murua (Sp) und Titelverteidigerin Emmie Charayron (Fr) auf die weiteren Medaillenplätze.

"Es ist super, unglaublich, nicht fassbar, der dritte Titelgewinn war mein grosser Traum", so drückte Nicola Spirig nur wenige Minuten nach dem Erfolg ihre Gefühle aus. "Das Schwimmen war hart", so die nun dreifache Europameisterin, die an zehnter Stelle rund 20 Sekunden hinter Lucy Hall (Gb) aus dem Wasser (21,9 Grad) gekommen war. Mit den weiteren Favoritinnen schaffte sie den Sprung in eine neunköpfige Spitzengruppe, die den Vorsprung kontinuierlich bis auf 1:50 Minuten ausbauen konnte. Auf dem Velo konnte sie sich im Gegensatz zum Rennen der World Triathlon Series vor sechs Tagen in Sydney schonen und musste keine Führungsarbeit leisten. "Nur am Berg habe ich gedrückt um das Tempo hoch zu halten".

"Vor dem Laufen habe ich mich super gefühlt, ich wusste nach der Erfahrung von Sydney, dass ich im Finish stärker war als Murua, dies gab mir viel Selbstvertrauen", erläuterte Spirig. Nach zwei Drittel der 10 km Laufen hatte das Duo sich auch von Charayron distanziert, Spirig konnte der Spanierin die Führungsarbeit überlassen: " sie musste etwas probieren". Rund 300 m zog Spirig das Tempo an und konnte sich gleich  absetzen. Auf der Zielgeraden sprintete Spirig und konnte Murua um 8 Sekunden oder rund 50 m distanzieren. "Den Zieleinlauf konnte ich richtig geniessen", so die glückliche Europameisterin, der es in der Spitze der Führungsgruppe nach dem Radfahren in die Wechselzone laufend einen Veloschuh vom Pedal abschlug. "Da ich mir nicht sicher war, das es keine Strafe geben würde, lief ich vorsichtshalber zurück, um den Schuh zu holen", erläuterte Spirig, die dennoch an dritter Position hinter Jessica Harrison (Gb) und Murua auf die Laufstrecke ging. 

Wie Spirig bei den Frauen, stand die Zürcherin Michell Derron als einzige Juniorin am Start. Derron verpasste nach dem Schwimme die zweite Gruppe knapp, war mit dem Rad praktisch bei viel Wind auf sich selber gestellt. Dennoch gelang ihr in einem insgesamt sehr couragierten Rennen, dass sie in den Top 30 beendete, ein sehr guter Lauf.

Eilat (Isr). Triathlon Europameisterschaft.
1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen.
Elite Frauen:

1. Nicola Spirig (Sz) 2:07:11.
2. Ainhoa Murua (Sp) 0:08 Minuten zurück.
3. Emmie Charayron (Fr) 0:45.
4. Jessica Harrison (Fr) 1.15.
5. Vendula Frintova (Tch) 1:48.
6. Agnieszka Jerzyk (Pol) 2:11.

Juniorinnen (750 m Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen:
1. Georgia Taylor-Brown (Gb) 1:02:46.
2. Léonie Périault (Fr) 0:06.
3. Sarah Wilm (De) 0:15.
27. Michelle Derron (Sz) 2:50.

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