Credit Suisse Sports Awards: Nicola Spirig Sportlerin des Jahres

16.12.2012 von Nicole Pauli

Nachdem sie im Jahr 2010 Dritte wurde, gewann Nicola Spirig die Wahl zur Sportlerin des Jahres 2012. Caroline Steffen wurde Siebte. Bei den Männern wurde Tennisstar Roger Federer ausgezeichnet.

Nicola Spirig, Sportlerin des Jahres. Photo by Swiss Triathlon

Den Titel als Newcomer des Jahres holte sich der Biathlet Benjamin Weger, zur Behinderten Sportlerin des Jahres wurde erneut die Leichtathletin Edith Wolf-Hunkeler gewählt. Team 2012 wurde der FC Basel, den Award als bester Trainer nimmt Roberto Di Matteo nach Hause.

Es war der Abend des Sports. Schweizer Weltklasseathleten und -athletinnen wechselten Trikot und Turnschuhe gegen Abendkleid und Smoking und liessen sich für ihre grossen Leistungen im letzten Jahr feiern. Ungewohnt für manche: "Das Kleid ist ungewohnt eng", meinte beispielsweise die Weltfussballerin des Jahres, Lara Dickenmann, im Interview mit Glanz und Gloria und auch Olympiasieger Gian Simmen gab zu, dass er den Krawatten-Knopf doch lieber der Frau überlassen hatte. Nicola Spirig kam in einem fliessenden Silberkleid über den roten Teppich und wurde auch von den Sportstars im Vorfeld bereits als Favoritin für den Titel "Sportlerin des Jahres" gehandelt. "Es ist immer eine grosse Ehre, für so einen Preis nominiert zu werden. Aber es ist und bleibt eine Publikumswahl und die Sport Awards sind immer für eine Überraschung gut", so Spirig bescheiden vor der Gala.

Mit einem Vorsprung von über 30 Prozent holt sich die Triathletin schliesslich den Award als Sportlerin des Jahres, vor der 20-fachen OL-Weltmeisterin Simone Niggli und Kunstturnerin Guilia Steingruber. In ihrer Dankesrede während der Livesendung von SRF sprach eine überwältigte Spirig drei besonderen Stützen ihren Dank aus: Ihr Mann Reto Hug, ihre Familie sowie Trainer Brett Sutton mit seinem Team hätten ihr ein unglaubliches Jahr 2012 ermöglicht. Von der Wichtigkeit eines starken Umfeldes sprach Spirig bereits im Interview mit Steffi Buchli: "Das Umfeld macht alle Höhen und Tiefen mit." Die ebenfalls nominierte Caroline Steffen klassierte sich auf Rang sieben. Nach der Verleihung freute sich Spirig über einen wunderbaren Abschluss für ihr Traumjahr 2012. "Hier zu gewinnen ist etwas ganz besonderes. Es ist eine Anerkennung meiner Erfolge und Leistung. Vielen Dank an alle, die für mich gestimmt haben."


Bei den männlichen Sportlern wurde der Award an Tennisass Roger Federer, der am Tag zuvor noch in Südamerika spielte, überreicht. Zweiter wurde Langläufer Dario Cologna, auf Rang drei kam  Olympiasieger Steve Guerdat (Springreiten).

Die Saison 2012 war eine Saison der Höhepunkte für die Schweizer Triathletin Nicola Spirig. Ein Erfolg jagte den Anderen, auf die Verteidigung des EM-Titels folgten diverse Siege in der World Triathlon Serie (Kitzbüehl und Madrid) und auf der halben Ironman-Distanz. Dann im August schliesslich die Krönung: der Sieg an den Olympischen Spielen 2012. Auf ihre Saison angesprochen, strahlte Nicola Spirig am Medientermin vor der grossen Gala: "Ja, man könnte sagen, dass es die beste Saison meiner bisherigen Karriere war. Besonders der Sieg in London war natürlich ein unvergleichliches Highlight." Aber nicht nur in sportlicher Hinsicht war 2012 ein äusserst erfolgreiches Jahr. Ende Oktober gaben Spirig und ihr Ehemann Reto Hug bekannt, dass sie im Mai 2013 Nachwuchs erwarten. Ihre Karriere will die Athletin aber bereits gegen Ende der Saison 2013 fortführen mit Blick auf die Leichathletik EM 2014 und die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016. "Ich trainiere noch immer zwei mal täglich", so Spirig an der Medienkonferenz, "aber natürlich der Schwangerschaft angepasst." Diesen Winter freue sie sich besonders darauf, sich einmal etwas stärker dem Schneesport zu widmen.

Die Zweite der Ironman WM von Kona, Caroline Steffen, war ebenfalls als Sportlerin des Jahres nominiert. Die Bernerin konnte jedoch nicht persönlich nach Zürich reisen. Auch Steffen kann auf eine äusserst erfolgreiche Saison 2012 zurückblicken. Sie wurde sowohl Europa- wie auch Weltmeisterin auf der Langdistanz.

Die Preisträger der Credit Suisse Sport Awards 2012
Sportlerin des Jahres:

1. Nicola Spirg (Triathlon) 53.21 %
2. Simone Niggli (Orientierungslauf) 20.85%
3. Giulia Steingruber (Kunstturnen) 11.59%
4. Fabienne Suter (Ski alpin) 7.26%
5. Lara Dickenmann (Fussball) 7.09%

Sportler des Jahres:
1. Roger Federer (Tennis) 43.90%
2. Dario Cologna (Langlauf) 20.33%
3. Steve Guerdat (Reiten) 15.37%
4. Didier Cuche (Ski alpin) 10.93%
5. Nino Schurter (Montainbike) 9.47%

Team des Jahres:
1. FC Basel (Fussball) 17.0%
2. Team Sauber (Formel 1) 13.6%
3. Team Schweiz Frauen (Curling) 11.3%

Behindertensportler des Jahres:
1. Edith Wolf-Hunkeler (Paraplegie; Leichtathletik) 23.7%
2. Heinz Frei (Paraplegie; Para-cycling / Handbike) 18.6%
3. Marcel Hug (Spinda bifida; Leichtathletik) 12.8%

Newcomer des Jahres:
1. Benjamin Weger (Biathlon) 47.0%
2. Sven Bärtschi (Eishockey) 31.5%
3. Granit Xhaka (Fussball) 21.6%

Trainer des Jahres:
1. Roberto Di Matteo (Fussball) 18.0%
2. Fredrik Aukland (Langlauf) 17.8%
3. Lucien Favre (Fussball) 14.0%

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