Lokalmatador Ronnie Schildknecht gewann klar vor Mathias Hecht. Bei den Frauen siegte Rebecca Preston vor Sibylle Matter.
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| Jozsef Major, Ronnie Schildknecht, Mathias Hecht |
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| Matthew Clarke |
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| Mathias Hecht |
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| Ronnie Schildknecht |
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| Laurent Jalabert |
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| Rebecca Preston |
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| photos by Lara Toffolon |
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Nur drei Wochen nach dem Sieg am Ironman 70.3 in Rapperswil-Jona konnte Schildknecht einen rund 7-minütigen Rückstand nach dem Radfahren noch in einen Vorsprung von fast acht Minuten ummünzen. Dritter wurder der Ungar Jozsef Major. Matter hatte zwischenzeitlich 3 km lang rund 100 m vor der Vorjahressiegerin Preston laufen können, die aber schlussendlich mit 5.23 Minuten Vorsprung siegte. Der ehemalige Radrennprofi Laurent Jalabert (Fra) kam in 9:12:29 Stunden auf Rang 22, Vorjahressieger Stefan Riesen gab auf.
Mathias Hecht hatte in der ersten Radrunde die Führung übernehmen können vor dem schnellsten Schwimmer Matthew Clarke (Aus) und Schildknecht. Während Clarke nach zwei Runden aufgab, fühlte sich auch Schildknecht ab der zweiten Runde schlecht. "Ich habe mich evtl. zu gut verpflegt und einen Gel zu viel gegessen", erklärte Schildknecht. Hecht fuhr siebeneinhalb Minuten Vorsprung auf den Zweiten nach dem Radfahren,Ronnie Schildknecht, heraus. Zu diesem Zeitpunkt hatte Vorjahressieger Stefan Riesen schon das Handtuch werfen müssen. Nach 56:54 (61. Schwimmzeit ) verbesserte sich der Berner bis auf Rang 6, allerdings machte sich bereits nach 5 km ein Nerv in der oberen Gesässmuskulatur bemerkbar, der zu einer Kontraktion des Muskels führte. „Ich konnte nie richtig drücken“ erklärte ein enttäuschter Riesen, der zu Beginn der drittem Runde aufgab.
Ab der zweiten der vier Laufrunden machten sich bei Mathias Hecht Schmerzen im rechten Oberschenkel bemerkbar - das Logensyndrom, wie der Willisauer vermutet. "Es wurde ein Überlegenskampf in meinem härtesten Marathon", klagte Hecht. "Ich musste schon zwei Mal aufgeben wegen dem Bein, hier hatte ich so grosse Chancen wie noch nie, den Wettkampf zu gewinnen". Schildknecht dagegen konnte sich auf der Laufstrecke wieder fangen und ging bei Kilometer 25 an Hecht vorbei. "Danach hatte ich auf der einen Seite Angst, es könnte mich aufstellen, auf der anderen Seite wusste ich innerlich, dass ich es schaffen kann", sagte Schildknecht. "Es war in Zürich wie ein kleines Hawaii, mit den vielen Kollegen an der Strecke, das war das Grösste".
Zufrieden mit dem Wettkampf, den er einiges schneller absolvierte als die vorher angegebenen 10 Stunden, zeigte sich Laurent Jalabert, der hinter Hecht und Schildknecht die drittbeste Radzeit erzielte. Der Ex-Radrennprofi überholte in der ersten Radrunde 602 Athleten, überfuhr dabei allerdings einmal die Sicherheitslinie. In seinem zweiten Triathlon überquerte Jalabert nach 9:12:29 Stunden als 22. (Vierter in der Altersklasse M35) die Ziellinie, später wurde noch eine Zeitstrafe von gesamt 12:00 Minuten berücksichtigt. Damit ergibt sich eine Gesamtzeit von 9:24:29, welche den Overall-Rang 41. (10. in M35) bedeutet.
Bei den Frauen ging auf der Radstrecke zuerst Sibylle Matter in Führung, wurde aber in der zweiten Runde von der Vorjahressiegerin Rebecca Preston abgelöst. Matter konnte sich in der langen Abfahrt in der dritten Runde von Alison Fitch lösen. Preston begann den Marathon mit dreieinhalb Minuten Vorsprung, Matter kam ihr aber immer näher und näher. Von Kilometer 25 bis 28 lag die Ärztin Matter sogar bis zu 20 sec vor der Australierin, die dann den entscheidenden Angriff lancierte. "Die letzten 6 bis 7 Kilometer habe ich immer Muskelschmerzen in den Beinen" erklärte Matter, die mit Rang zwei den Lohn für das Training der letzten Monate holen konnte. "Im Schwimmen konnte ich mich nicht so gut orientieren, kam aber mit Schildknecht aus dem Wasser", berichtete Matter, die in diesem Jahr auf den Ironman Hawaii verzichtet und sich auf die XTerra WM und die Ironman 70.3 WM in Clearwater Florida konzentrieren wird. (Reinhard Standke)
Definitive Rangliste
Bildergalerien
Finish | Laufen | Rad | Schwimmen | Impressionen vom Zürichsee
Zürich. Ironman Switzerland.
3,8 km Schwimmen - 180 km Radfahren - 42,195 km Laufen.
Männer:
1. Ronnie Schildknecht (Thalwil) 8:25:00.
2. Mathias Hecht (Willisau) 8:32:48.
3. Jozsef Majr (Ung) 8:40:03.
4. Martin Leumann (Bubikon) 8:48:28.
5. Tim Berkel (Aus) 8:49:09.
6. Joseph Spindler (Ger) 8:52: 00.
7. Finn Kaczmarek (Den) 8:52:35.
8. Stefan Lüscher (Zofingen) 8:56:42.
9. Norman Stüwe (Ger) 8:58:29.
10. Rafael Wyss (Dulliken) 9:00:32
11. Patrik Hugelshofer (Bottighofen) 9:02:58.
15. Igoar Nastic (Sui) 9:08:02.
20. David Girardet (Lossy) 9:12:04.
21. Patrick Plé (Veyrier) 9:12:29.
22. Koni Schelbert (Menzingen) 9:12:37.
28. Ueli Bieler (Zürich) 9:20:00
41. Laurent Jalabert (Fra) 9:24:29. (Inkl. Zeitstrafe von 0:12:00)
Frauen
1. Rebecca Preston (Aus) 9:20:43.
2. Sibylle Matter (Plaffeien) 9:26:06.3.
3. Alison Fitch (Aus) 9:31:47.
4. Gina Ferguson (Nzl) 9:41:26.
5. Sonja Tajsich (Ger) 9:42:45.
6. Sofie Goos (Bel) 9:49:22..
9. Simone Bürli (Sempach) 10:00:02.
10. Miriam Moser (Farnern) 10:04:13.
11. Andrea Burri (Rorschacherberg) 10:06:14 (inkl. Zeitstrafe 0:12:00)
12. Astrid Amstad (Dinhard) 10:13:19.
13. Sabine Stettler (Aichenstorf) 10:31:23.
16. Alexandra Schaller (Zürich) 10:41:17.
18. Leonie Keller (Niederglatt) 10:44:22.
20. Simona Buri (Bern) 10:58:09.